Artist: Eberhard Schoener
Tracklist:
| 1. |
Beyond where eyes can see (Andante - Allegro) |
15.15 |
| 2. |
Before the shadow play (Larghetto) |
8:32 |
| 3. |
Can you see the voices calling! (Allegro-Presto-Allegro) |
21:56 |
| 4. |
Epilog: Solitude |
2:55 |
| 5. |
Manuk Anguci |
3:03 |
| 6. |
The flash of grass is gone |
4:10 |
| 7. |
Kebja trompong |
3:08 |
| 8. |
Walking through the rice fields |
3:12 |
| Gesamtlaufzeit |
62:11 |
|
Viele Jahre nach Bali Agung erschien eine weitere Aufnahme mit dem Gamelanorchester des Fürsten Agúng Raka. Interessanterweise redet Schoener im Gegensatz zu früher hier von einer Trilogie bestehend aus "Bali Agung", "Trance-Formation" und eben dieser CD. "Flashback" gehört also nicht (?) mehr dazu.
Musikalisch macht diese Einteilung auch Sinn. War die erstgenannte LP noch dem Kennenlernen und Ausloten der unterschiedlichen Musikwelten gewidmet, stand bei "Trance-Formation" die Verschmelzung moderner Elektronik mit klassischen europäischen Musiktraditionen im Vordergrund. Auf dieser CD gibt es nun die Verschmelzung aller drei Welten. Das Gamelanorchester weicht oft von der klassischen balinesischen Spielweise ab und integriert sich in die anderen Musiktraditionen (und auch umgekehrt).
Beispielhaft dafür ist das dritte Stück. Beginnt es klassisch balinesisch mit für europäischen Ohren sehr abgehackten "Gesängen", integrieren sich hier die akustische Gitarre, Percussions und elektronische Bläser in diesen Stil. Im Laufe der Zeit weitet sich das Ganze mit chinesischen Klängen, jazzhaften Liedstrukturen oder moderner Elektronik zu einem langen Stilmix aus, der trotzdem harmonisch klingt, wobei jede der einzelnen Traditionen mal die "Führung" übernimmt. Ähnlich aufgebaut ist auch der erste Titel.
Viel kürzer, aber von der Anlage her genauso, sind einige der kurzen Titel. "Solitude" ist eine Mischung aus Bar-Jazz mit weiblichen Vocals und Folkeinflüssen. Noch stärker im Folkeinfluss steht "The flash of grass.." - im Duett gesungene Lyrics, unterlegt mit akustischer Gitarre, Piano und dem Gamelanorchester. Zwischendrin gibt es klassische balinesische Musik. Hier integrieren sich die westlichen Musiker.
Fazit: Wer schon "Bali-Agúng" mochte, findet mit dieser CD einen gleichwertigen Nachfolger. In der Symbiose der Stile noch gelungener- eine gute CD mit "Worldmusic".
Hier das letzte Exemplar!