Larry Fast kennen einige als Keyboarder der ersten Peter Gabriel-Platten. Allerdings hatte er da selbst unter dem Namen "SYNERGY" Platten veröffentlicht. Diese hier ist sein Debut. Der geneigte Hörer sollte den Titel wörtlich nehmen. Im Gegensatz zu den deutschen Elektronik-Musikern wie Tangerine Dream oder Schulze spielt er sehr durchkomponierte Stücke, vergleichbar mit den Klassikadaptionen von Carlos oder Tomita. Allerdings stellt er dabei nicht natürliche Klänge auf den diversen Synthies nach, sondern nutzt sein Equipment in voller Klangbreite. Musikalisch kann man von einer amerikanischen Schule der elektronischen Musik sprechen, wie andere vor ihm bevorzugt er sehr hohe Klangfarben als Melodiestimmen, manchmal an Flöten oder Blechinstrumente erinnernd, auch fehlen die für deutsche Interpreten so typischen Sequencerpatterns. Jeder Song ist eigenständig strukturiert - "Synergy" erinnert manchmal an eine elektronische Ausgabe von ELP's "Tarkus"-Suite, während "Legacy" ein sehr getragenes Stück ist. Insgesamt ein sehr verspieltes Album mit vielen unterschiedlichen Facetten.