Artist: Dharana
Tracklist:
- Centreville 04:51
- No Choice 07:12
- Gallery of Flavours 05:20
- Impart 12:32
- The Cascade 03:20
- Weird Tales 14:26
- Brickworks 03:51
- Night Line 07:02
- Aural Flight 12:12
Total Time: 71:06
Dharana beweisen einmal mehr, daß sphärischer Musik kein Zehntausende Mark kostendes Equipment zugrunde liegen muß. Mit für den Kenner eher bescheideneren Mitteln, zeigen die Drei von Dharana, was man alles aus seinen Synthesizern und Samplern herausholen kann. Sphärische Klangeskapaden. Dem programmiertechnischen Können der Dharaner ist es zu verdanken, daß in großen Hallräumen Vangelis-ähnliche Gebilde entstehen, die zeitweise an "Soil Festivities" von eben jenem Griechen erinnern. Daß aber auch Jarre und Kraftwerk ihren Einfluß hinterließen, läßt sich ebenfalls dann und wann erahnen. Erahnen deshalb, weil Dharana mit ihrem sehr wechselhaften Stil von ausgetretenen Pfaden abweichen. Da sind durchaus kompositorische Kleinodien zu hören. Und genau das sind die Momente, die man aufregend findet und die zum Hinhören einladen.
"A Gallery of Flavours" hätte iman sich auch sehr gut als Filmmusik vorstellen können. Man assoziiert dabei Bilder wie "dunkelblau", "Ozean", "treibende Eisschollen" oder "Antarktis". Klingt düster? Nun ja, Dharana beschreiten einen Weg fernab von den schon erwähnten Pfaden - aber dennoch ohne dabei langweilig zu wirken. Die Assoziationen entstehen nicht zuletzt durch die hervorragende Umsetzung von Hallräumen
und makelloser Produktion. Und als dann zu guter letzt der Gast-Gitarrist Guido Kober in die Saiten greift, fühlt man sich unlängst an gute alte Tangerine-Dream-Tage erinnert, als Froese Senior noch selbst die Saiten befingerte. Der Name des Albums ist Programm, denn Dharana bietet hier wirklich eine Gallerie der Geschmäcker.
Hier das letzte Exemplar!