War die Dream Mixes I noch eher ein wenig stark orientiert an Standard (Techno-)Musikrichtungen, so wirkt "Timesquare - Dream Mixes 2" in allem ein wenig mehr experimentell und innovativer. Die Lieder steigern sich langsamer rein und klingen länger aus, wodurch sie stärker ausgearbeitet erscheinen. Insgesamt ist das Album dadurch auch etwas ruhiger als Dream Mixes I. Dennoch sind die Stücke schnell genug, daß ein Techno-Fan beherzt zugreifen kann. Zweifellos basiert MOBOCASTER auf dem Stück "Twighlight Brigade" von dem Album "Turn of the Tides". Es ist auf der CD das Lied, daß am meisten an die Dream Mixes I erinnert, da es ähnlich schnell startet und vergleichbar "optimistisch" klingt. JUNGLE JACULA hingegen klingt relativ duster. TD macht hier Gebrauch von Klängen, die einen auch stark dem Titel entsprechend an einen Dschungel erinnern. Hin und wieder durchbricht eine Frauenstimme die schnelleren Phasen. Der absolute Überflieger des Albums ist definitiv TOWARDS THE EVENING STAR (BLUE GRAVITIY MIX). Es basiert auf dem gleichnamigen Stück des Albums "Goblin's Club". Das Stück klingt teilweise sehr skurril und es spielt mit starken Stimmungsschwankungen: Gerade wenn es am fröhlichsten klingt dreht der Rythmus auf und wechselt die Atmosphere in Sekunden. Zwar ist es im Ganzen noch recht ähnlich zur Originalversion, aber durch deutlich aufgewertete Drums und verschiedene andere Töne sowie durch das Weglassen einiger Vocals klingt es sehr eigen. DIGITAL SISTER erinnert stark an Jungle oder Drum&Bass Musik. Groovige Beats gepaart mit schnellen Rhytmen und Klängen. Bei PIXEL PIRATES fällt einem zunächste der ungewöhnliche Anfang auf. Danach geht es in gewohnter Dream Mixes Manier weiter. Es ist der kürzeste Track auf der CD, was ihn aber nicht weniger interessant macht. Ganz im Kontrast dazu ist CULPA LEVIS der längste - was nicht unbedingt hätte sein müssen. Er ist sehr ruhig und langsam. Ein gutes Lied, um nach den ersten 5 ein wenig zu "Chillen". Leider variiert es nicht so stark, wodurch die 10 Minuten Länge ein wenig übertrieben vorkommt. Aber in Anbetracht der Tatsache, daß man sich zum "Chillen" ruhig ein wenig mehr Zeit nehmen sollte, ist es gerade noch zu verschmerzen. Ansonsten ist auch dieser Track gelungen, auch wenn man sich erstmal an den orientalischen Hintergrundgesang gewöhnen muß. Das abschließende Lied "TIMESQUARE" hat ein ähnliches Problem mit der Länge. Meiner Meinung nach wäre hier kürzer besser gewesen. Dennoch ist das nicht wirklich ein Kritikpunkt. Allerdings muß ich sagen, daß ich es nicht für ein typisches Dream Mixes Lied halte. Es hätte besser auf anderen Tangerine Dream Alben Platz gefunden. Trotzdem rundet es das Album schön ab.