Artist: Scanner
Trackliste:
01 You and Me 05:58
02 Air in the Air 05:10
03 Another Aircraft 05:29
04 Grain, Letting Go 05:02
05 Beginning of an Unknown Century 05:33
06 Artemovsk 05:32
07 At last it moves into silence 03:47
08 Heaven Research Unlimited 04:08
09 Acentria 04:55
10 Traces upon Traces 04:19
Total Time : 50:11
Auf dem zweiten Album für den DiN-Aufdruck des britischen Electronic Musician Scanner verwendet Rimbaud ein anderes Toolset als sein erstes Album, An Ascent (DiN63), das im Juli 2020 veröffentlicht wurde. Hier konzentriert er sich auf mehrere Elektron-Instrumente wie Analog Four, Analog Rhythm und Digitakt. Während sein Debütalbum zu Beginn der globalen Pandemie live in seinem Studio geschmiedet wurde, wollte Rimbaud hier einen leichteren, optimistischeren Ton. Eher prophetisch stellt Rimbaud fest, dass dieses Album der Arbeit des ukrainischen Filmemachers Laris Shepitko zu verdanken sei. Tatsächlich bezieht sich der Titel des sechsten Tracks „Artemovsk“ auf den Geburtsort von Shepitko. Außerdem ist der Titel des Albums „The Homeland of Electricity“ ihrem Film von 1968 entnommen, der von der Regierung zur Feier des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Auftrag gegeben, aber von den Behörden abgelehnt wurde, weil er nicht patriotisch genug war.
Manchmal hat die Musik ein Gefühl von glückseliger Ruhe, wie der Opener „You and Me“, mit Texturschichten, die langsam aufsteigen und abfallen, um verborgene Tiefen der Klanglandschaft zu enthüllen. Rimbauds Liebe zur menschlichen Stimme als musikalischem Element ist in den Tracks „Another Aircraft“, „Artemovsk“ und „At last it moving into silence“ zu hören, wenn auch mit sehr unterschiedlichen klanglichen Ergebnissen. Schwankend zwischen dunkleren Elementen, die in Tracks wie „Air in the Air“ und „Beginning of an Unknown Century“ zu sehen sind, offenbart das Album am Ende ein Gefühl der Hoffnung, das in der fröhlichen Einfachheit von „Acentria“ nicht mehr sichtbar ist.
Wie Rimbaud es ausdrückt, „fühlt sich dieses Album wie ein Sound-Polaroid dieses genauen Moments an und fängt unsere Zeit in atmosphärischen Klangwerken ein, in denen das Licht wiedergefunden wird, selbst inmitten des Kampfes“.