Im Jahr 1993 wurden die Stücke der MC, auch aufgrund des Soloerfolges von John Dyson, unter dem gleichen Namen erstmals auf CD gepresst. Lange war die CD vergriffen, doch im Herbst 2006 wurde eine remasterte Version des Albums veröffentlicht. Sichtlich von den Musikern der „Berliner Schule“ inspiriert, kreierten Dave und John einen sehr warmen Synthiesound, der viele eigene Elemente enthielt. Mit ihrem Sound haben sie auch eine ganze Reihe anderer englischer Elektronikmusiker beeinflusst. Während der Sequenzer im Hintergrund seinen Rhythmus schlägt, breiten die beiden im Vordergrund sehr warme und breiflächige Harmonien aus. Das zeigen uns die beiden gleich auf dem mit über 14 Minuten längsten Track „Departure“, der die CD einleitet. Der mit etwas über drei Minuten kürzeste Titel „Landfall“ ist auch gleich der ruhigste und sphärischste auf dem ganzen Album. Diesem folgt dann aber das hinreißende „Wavestar“ mit seinem treibenden Sequenzer und der herrlichen Melodie. Zwar klingt das Drumcomputing auf „Acrotramp“ etwas bieder, dafür kann aber wieder eine klasse Melodie den Track auf eine andere Stufe heben. Und bei „Atmospheres“ blubbert es wie bei Jean Michel Jarre, nur etwas gemächlicher.Mit dem knapp elfminütigen besinnlichen „Return“ enden die Originaltitel des Albums, doch die CD ist noch nicht zu Ende. Neben den sieben Originaltracks spendierten Groove Unlimited der CD nämlich noch mit dem fast zwölfminütigen „Voyager“, eine Liveversion, die in der Studioversion vom 87’er Album „Moonwind“ stammt und am 24.07.1988 in Frankreich mitgeschnitten wurde. Die Aufnahmequalität ist gut, klingt allerdings etwas hallig, da der Mitschnitt mit einem Außenmikro aufgenommen sein muss. Der Track passt sich dennoch in das Gesamtbild der CD ein. Zunächst sehr ruhig steigert sich dieser Elektronikklassiker zu einem recht flotten Stück. Hier hat man mit diesem ReRelease einen wahren Elektronikschatz restauriert und damit für die Zukunft bewahrt, denn diese Musik ist wahrlich zeitlos. Wer die Musik von John Dyson mag oder einfach auf gut gemachte melodische Synthiemusik steht, der muss diese Scheibe haben (ebenso wie „Moonwind“ und „Zenith“ von Wavestar). Da es leider keine LiveCD von Wavestar gibt, ist diese Scheibe wegen des Livetracks auch den Fans von John und Wavestar haltlos zu empfehlen.
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