Dies ist ohne Frage das bislang ausgereifteste Werk von Robert Wittek. Nie zuvor hat sich der Wiener, ohne der EM-Tradition den Rücken zu kehren, vom Einfluss der "Berliner Schule" so freigemacht wie in diesen 17 Electronicals. Forsche Rhythmussequenzen, akzentuiert von kraftvollen Paukenschlägen, mächtige Akkordbögen und fette Mooglinien sorgen im Verbund mit einer Vielzahl gesampelter Umweltgeräusche für Spannung. Wer einem Album wie Alan Parsons "I Robot" noch immer mehr abgewinnen kann als den Techno-infizierten Sounds der jüngsten Elektronikgeneration, ist mit "Millennium" gut bedient. Die musikalische Reise führt den Hörer in Neue Welten. Die Unruhe und Hektik, die bisher in Roberts Werken zu hören waren, sind hier vollkommen weggeblasen. Vor allem sein Drumcomputer (der 3.Freund), ist sehr effektvoll eingesetzt, so dass es ein Genuss ist, Millennium bis zum ende zu hören.