Robert Wittek will's jetzt offenbar wissen, denn gleich zwei neue Alben tischt er uns auf. Dass die "Déjà vu"- Schreibung vorne und hinten nicht stimmt - ein launiger Gag? Dem Wiener wärs zuzutrauen, denn auch die musikalischen Akzente, die er mit seinen aktuellen Instrumentals setzt, verraten, dass er kein Kind von Traurigkeit ist; auf "Dèjávu I" legt er gar unvermutet ein flottes mittelalterliches Tänzchen hin ("Lord's Dance). Zwar schöpft er nach wie vor eher aus dem Ideenvorrat eines Mike Oldfield,; an dessen "Tubular Bells" die Glockensequenzen in "Unknown Voyage" ("Dèjávu I") gemahnen, oder eines Jean Michel Jarres, der für das krachende "Your Love Could Save Me" ("Dèjávu II") Pate gestanden haben könnte, als aus dem Fundus der Post -Techno / Freestyle-Ära; doch ein Übermaß an Déjà-vu-Erlebnissen bleibt uns erspart. Wittek hat nämlich sein Stilmittel seit "Millennium" gehörig verfeinert und seinen opulenten orchestrierenden Synthi-Track vor allem stabile Rhythmusgerüste eingezogen, die für Dramatik sorgen und die Pandora des ungebremsten Pathos dahin verbannen, wohin sie gehören; in die Kiste. Gute Arbeit, küss die Hand.