Es ist 45 Jahre her, dass Michael Stearns seine dritte Kassette, Morning Jewel, herausbrachte. Das Album wurde 1979 schnell vom aufkeimenden New Age- und Meditationsmusikmarkt angenommen und gilt als Klassiker der frühen Ära der kalifornischen Ambient-Künstler. Es ist ein erhabenes Klangmonument mit zwei langen Stücken, die natürliche Klänge und minimale Elektronik in langen ruhigen Sätzen integrieren. Stearns sagt: „Die Entstehung dieses Albums entstand aus meiner Neugier und meiner Erkundung der Aufnahme organischer Klänge in der Natur sowie einem Interesse an mikrotonalen Stimmungen. Das Einfangen der Umgebungsgeräusche wurde zu einer Meditation und Inspiration. Die Verflechtung dieser Quellen mit meiner Musik verlieh ‚Morning‘ eine buchstäblich ‚organische‘ Qualität. Die Arbeit mit einer mikrotonalen Skala und einem Instrument brachte die der natürlichen Welt innewohnende Mathematik in ‚Jewel‘ und verlieh ihm ein ‚organischeres‘ Gefühl.“ Mit den Geräuschen von Wüstenvögeln im Sonnenaufgang, die das Album eröffnen, tauchen langsam sanfte elektronische Schichten auf, die später in Dorf- und Dschungelgeräusche eingebettet sind, ergänzt durch sanfte wortlose Vocals von Marsha Lee und Stearns.Auf „Jewel“ spielt Stearns gedämpfte Glockentöne. Die beiden tiefgründigen, tiefen Ambient-Sätze spiegeln die Kunst wider, Musik zu erschaffen, die sowohl meditativ als auch melodisch ist. Stearns sagt: „Durch die Überarbeitung der Master mit der erstaunlich fortschrittlichen digitalen Audiotechnologie von heute, sowohl in meinem Studio hier in Santa Fe als auch mit Hilfe des Mastering-Ingenieurs Bob Ohlsson in Nashville, entstand diese neue Inkarnation von Morning Jewel. Die Originalaufnahme und der Mix erweckten durch diesen Prozess ein aufregendes neues Leben.“