Steve Rothery, Gitarrist, geboren im November 1959, ist das einzig verbliebene Originalmitglied der vor 35 Jahren gegründeten englischen früheren Progressive-Rock-Band Marillion.
Pripyat heißt jene Stadt in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerkes Tschernobyl in der Ukraine, die früher einmal 50.000 Einwohner hatte und aufgrund des 'Worst Case Scenarios' im April 1986 zu einer Geisterstadt für alle Zeiten wurde.
THE GHOSTS OF PRIPYAT ist das erste Solo-Studioalbum von Steve Rothery. Es enthält sieben Instrumentalnummern zwischen fünfeinhalb und elfeinhalb Minuten Länge. Obwohl er sich bei zwei der Stücke die Unterstützung von Steve Hackett (ex-Genesis), einem seiner großen Vorbilder, gesichert hat, klingt diese Scheibe in großen Teilen weder nach Genesis noch nach ihren früheren Epigonen Marillion.
Rothery outet sich hier als ein Freund epischer, melodischer Klänge im Schnittpunkt von Artrock, Bluesrock und ein wenig Hardrock. Wer Pink Floyd, Camel, Deep Purple und vielleicht die Dire Straits in ihrer 'progressiven' Phase (LOVE OVER GOLD) liebt, dem wird zweifellos auch dieses Album gefallen, das mit jedem Hördurchgang immer noch besser wird. Übrigens gibt sich auch Steven Wilson (Porcupine Tree, Blackfield) in dem wunderbaren Longtrack "Old Man of the Sea" die Ehre.