Die Kategorisierung "Elektronische Musik" ist für dieses Album eigentlich nicht ganz korrekt, da alle Töne hier mittels einer normalen E-Gitarre und diversen Effektgeräten erzeugt wurden. Jedoch verleihen diese, meist Soundscapes-artigen Effekte der Musik einen typisch elektronischen Charakter. Entstanden ist "Event and Repetitions" live im Studio. Vieles von dem, was Kollege Ralf in seiner Rezension zum Nachfolger "Tranzition" geschrieben hat, trifft auch auf "Event and Repetitions" zu, wobei hier, wie schon erwähnt, keine weiteren Instrumente eingesetzt werden. Insbesondere eine rhythmische Komponente fehlt völlig, was die Musik hier noch statischer und auch schroffer wirken lässt. Die Stücke bestehen aus stetig an- und abschwellenden Klangschleifen, die mal mehr, mal weniger nach Gitarren klingen. Beim einleitenden "EFRIM" kratzt und sägt es noch ganz ordentlich, in den folgenden Stücken entfernt es immer weiter von erkennbaren Gitarrenklängen. Bei "GSYBE (thanks to)" ist es schon nur noch eine Art elektronisches Flirren, das wie eine Mischung aus Robert Fripps "Soundscapes" und den frühesten Werken von Klaus Schulze klingt, beim abschließenden "RF (for)" meint man gar eine mächtige Orgel zu hören. Wie der Leser vielleicht schon vermutet hat, dürfte mit "RF" wohl Robert Fripp gemeint sein, der sowohl mit seinen Soundscapes als auch mit King Crimson die Musik von Richard Pinhas und dessen ehemaliger Band Heldon stets beeinflusst hat. Anspielungen darauf gibt es öfters bei Pinhas, so gab es auf früheren Alben Titel wie "Dedicated to K.C." oder sogar "In the Wake of King Fripp".