Als dritter Mann bei Yello warf Carlos Peron schon zu Beginn der 80er Jahre einen Blick in die Trance- und Techno-Zukunft. Auch die Traummusik aus der Steckdose, die der Schweizer heute solo bastelt, setzt sich noch souverän von dem Elektronikschrott ab, der in manchen In-Diskotheken die Tänzer aufstachelt. Perons "Trance True Mental" ist zwar nicht so witzig und unberechenbar abwechslungsreich wie die Yello-Klangcollagen, aber es hält immer noch genug (auch klangliche) Überraschungen bereit, um über eine Dreiviertelstunde angenehm zu unterhalten. "Le Nil Blanc" ist ein verführerisch melodischer Einstieg, weitere Titel eignen sich für rhythmische Körpergymnastik oder gar für atemtherapeutische Übungen.