Artist: Moonbooter
Tracklist:
1 tamed in apeland 05:21
2 1985 04:39
3 the message 05:07
4 Fukushima 05:49
5 Pershing meets SS-20 06:22
6 Tschernobyl 05:35
7 fun fun fun 04:07
8 Epigone 07:05
9 Insanity (Sequencer 14) 06:12
10 Tik Tak Toe 06:05
11 Kismet in code 05:35
12 deserted 06:21
13 Dead of a cold war 05:43
Ziemlich geschafft beendete ich bereits Anfang 2010 meine Arbeit am Prolog der "World of Apes"-Trilogie. "World of Apes 1" kostete viel Kraft...weit mehr, als ich geglaubt hatte. Auf die Frage, ob es noch einen oder weitere Fortsetzung geben würde, wollte und konnte ich lange Zeit nicht antworten. Ich benötigte Abstand zum abgeschlossenen Album. Im Laufe der Zeit bemerkte ich aber, dass die Art, wie ich mich musikalisch mit dem Thema "nuklearer Wahnsinn" auseinander gesetzt hatte, die Menschen interessiert und zum Nachdenken anregt, was auch durch die atomare Katatrophe im März 2011 in Fukushima unterstützt wurde. So sammelte ich musikalische Skizzen zu den Themen, die mir für eine Fortsetzung am Herzen lagen und die in meiner Kindheit und Jugend eine Rolle spielten. Pershing 2, Tschernobyl, StarWars, The Day after, Wargames, Anti-Atom-Bewegung und vieles mehr, waren die nuklearen Erinnerungen aus dieser Zeit. Nachdem ich im Dezember 2010 mein Album "Cosmologica" abgeschlossen hatte entschied ich mich dafür das Thema "World of Apes 2" anzugehen. Und: Die Arbeit machte von Anfang an richtig Spaß. Während die meisten Themen auf WoA 1 aus einer Zeit vor meiner Geburt stammten (und so schwer zu erfahren waren), hatte ich die 70er bis 90er Jahre bewusst miterlebt. Und dies spiegelt sich letztendlich auch in der Musik wieder, die weniger schwer zu klingen scheint. Zum ersten Mal seit Jahren war das Album plötzlich und ohne Vorwarnung fertig. 4 Songs habe ich schlicht aus Platzmangel nicht mit auf das Album nehmen können. Summa summarum: "World of Apes 2" ist ein sehr abwechslungsreiches, manchmal rhythmusbetontes, aber insgesamt verspieltes Werk voll mit aktueller elektronischer Musik geworden. Pop-Tupfer waren gewollt. Dies ist ein Konzept-Album. Natürlich mit grandiosem Sound. Gesungen habe ich diesmal selbst. Musik ohne Zeigefinger. Und mit viel Gefühl. Plus eine gewohnte Dosis Climax. Und diesmal keine Zeitzeugen-Samples. moonbooter eben. Was ist das Gegenteil von langweilig? Hören Sie selbst.
Bernd Scholl