In den vergangenen vierzig Jahren hat DIETER MOEBIUS mit Gruppen wie CLUSTER, und HARMONIA die Entwicklung elektronischer Musik ganz entscheidend mitgeprägt. Im Vergleich zu den freundlichen Miniaturen auf dem Vorgänger 'Kram' sind die elf Tracks auf 'Ding' überraschend zupackend ausgefallen: Verschleppte Grooves und geisterhafte Sounds durchziehen das ganze Album vom eröffnenden, schleppend-wuchtigen 'Walksol' über 'Flin' mit seinem nervösen Puls, dem echolotenden 'Alfred', dem collagenartigen 'Zufall' bis zu den abschließenden Abstraktionen 'Fou' und 'Ruston & Monotron'. Bei allem klanglichen Abwechslungsreichtum heißt das dramaturgische Konzept des DIETER MOEBIUS' Linearität: Ereignis folgt auf Ereignis. Diese Abwesenheit von Steigerungen und der repetitive Stoizismus sind es, die die Klarheit und die hypnotische Kraft seiner ungebrochen faszinierenden Musik ausmachen.