Gleich zum Auftakt zeigen Martha Rabbit ihre Qualitäten im 11-minütigen Titelsong, der durch intensive Atmosphäre und melodische Parts beeindrucken kann. Dass sie von Tangerine Dream beeinflusst wurden, ist immer mal herauszuhören, aber sie sind weit davon entfernt, wie ein reiner Klon zu klingen, denn sie haben sich im Laufe der Jahre ihren eigenen Sound erarbeitet. Dabei gehen sie wie gewohnt vor, mischen melodische Parts mit Klangskulpturen und präsentieren sowohl getragene, ruhige Parts wie auch peppige, Sequenzer-betonte Arrangements (wie auf ‘MBC Voyager’). Und dies funktioniert sowohl in kurzen Titeln, als auch im längsten Track, dem 16-minütigen ‘Somnolent’, der ein Album beschließt, das dem Freund der Elektronischen Musik guten Gewissens zu empfehlen ist. Und nicht zu vergessen: “Donnerstag ist Martha”.