Auf dem rund 1stündigen Album "Mundus Subterraneus" vertonen LIGHTWAVE Aufzeichnungen des Gelehrten Athanasius Kircher aus dem 17. Jahrhundert, der zu Forschungszwecken in den Krater des Vesuv hinabstieg und dann - getrieben von seinen Eindrücken - 1678 in seinem Lebenswerk "Mundus Subeterraneus" Theorien über die Unterwelt aufstellte. Dieses Buch nahmen sich LIGHTWAVE als Inspiration für 10 düstere musikalische Unterweltreisen. Als Hörer steigt man hinab in unerforschte Höhlenlabyrinthe, wo Klänge aus unergründlichen Tiefen emporhallen, düstere Klanggemälde von einmaliger Intensität. Kommen "De motu pendulorum" oder "Mapping The Earth" noch verhältnismäßig harmonisch-verträumt daher, so schreckt uns bei "Cabinet de curiosités" ein verzweifelter Schrei aus den Träumen, bei "Roma Barocca"hat man das Gefühl, als baute sich eine dunkle, wabernde Klangwand vor einem auf, die sich dann umstülpt und alles verschluckt, und in "Sonnenstürme" geraten wir mitten in einen Meteoritensturm, der anschwillt und uns mit sich fortreißt. Diese Musik ist irre und kann irre machen. Für ausgewählte Stunden ist dieses Album ein grandioses Klangerlebnis (am besten bei kompletter Dunkelheit zu hören), ein düsteres Kopfkino der erlesensten Art.