Mit Synthesizern und den wildesten Gerätschaften bestückt, bedient „Zero Gravity“ eher die gesellschaftliche Konditionierung zum Thema „Alien“ mit möglichst vielseitiger Instrumentierung, anstatt sich ein ureigenes Universum zu schaffen. Diverse Wupp-Wupp-Geräusche und auf andersartig getrimmte Samples erscheinen jedem vertraut, der hier und da mal eine Folge Twilight Zone oder Akte X gesehen hat. So etwas kann schnell cheesy wirken, aber der Soundtüftler wirkt mit schier unerschöpflichem Experimentalismus dagegen. Es scheint, als habe alles auf „Zero Gravity“ Platz gefunden, was irgendwie interessante Klänge erzeugt. Das lässt die Angelegenheit bunt leuchten und lädt zum munteren Rätselraten ein, welcher Sound wie erzeugt wurde oder was elektronischer Herkunft ist und was mit dem Mikro improvisiert wurde. Bevor allerdings ein schnöder Soundcheck draus wird, wirft Land in seine funkelnden, dröhnenden und schwirrenden Soundscape-Sessions immer wieder Songstrukturen ein, die das Reich an Zutaten in eine schlüssige Ordnung bringt. Das Drumkit wird auf „Time Goes Bye“ erstmals eingesetzt, doch erst „Lil’ Moon Farter“ gesellt der Rhythmik so etwas wie ein Motiv hinzu. Dennoch schweift die Geschichte immer wieder gerne in Ambient-Landschaften ab, lässt Maschinen brummen, Roboterstimmen sprechen und Gerätschaften summen. Außerdem wechseln die Beats permanent, von Jungle über Industrial bis Pop ist alles dabei.