BERND-MICHAEL LAND ist ein offensichtlicher Verehrer der Berliner Schule und bewegt sich mit seiner Musik gekonnt zwischen ASH RA TEMPEL und TANGERINE DREAM oder KLAUS SCHULZE und KRAFTWERK. Aber auch ein JEAN MICHEL JARRE steht ihm sehr nahe, wie gleich der Einstieg in das Album mit „On Air“ beweist, während „Nachtschleife“ zugleich Erinnerungen an EDGAR FROESEs Solo-Zeit und sein 74er-Debüt-Album „Aqua“ weckt. Das komplexeste und seltsam verspielte, einerseits wie ein D-Zug-dahinrollende und andererseits sich im kreativen Geiste eines MANUEL GÖTTSCHINGs bewegende „Gitterspannung“ ist auf dem Album ein ganz besonderes Highlight.
Allerdings verleiht Land allen erkennbaren Einflüssen auf „Transmitter 594kHz“ oftmals eine deutlich dunklere Note und seine Electronics fusionieren mit vielen natürlichen Geräuschen. Er selber spricht dabei von einer „neuen, hybriden Realität in Klang, Raum und Zeit“, wobei er seine analogen und digitalen Synthesizer und Sequenzer mit verfremdeten Naturgeräuschen vereint. Eine ungeahnt symbiotische und zugleich sich wunderbar ergänzende Vereinigung, die noch dazu in einem vollen, sehr voluminösen Sound raumfüllend und mit vielen Effekten angereichert unseren Lautsprechern so einiges abverlangt. Zur musikalischen Umsetzung von „Transmitter 595kHz“ verwendet BERND-MICHAEL LAND alle Synthesizer, Sequenzer und Sampler des ehemaligen großen Sendesaals vom Hessischen Rundfunk, die er in Echtzeit und ohne Einsatz irgendwelcher Computertechnik einspielt. Ganz ähnlich, wie es auch immer KLAUS SCHULZE in seinen frühen Jahren praktizierte.
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