Sehr Sequenzer orientiert beginnt diese mittlerweile fünfte Solo-CD des Spaniers John Laakveet. Wie viele Musiker orientiert er sich am großen Namen der Berliner Formation Tangerine Dream. Das die Band einen gewissen Einfluss auf John hatte, lässt sich nicht von der Hand weisen. Seine Musik stellt aber keinen Clone dar, sondern trägt genügend eigenständige Elemente.
Ist der Eröffnungstrack „Leibniz And Contingency“ noch im Stile der Berliner gehalten, so klingt das folgende „Copleston Aperture“ eher spacig verklärt und könnte durch die ungewöhnlichen Sounds (Töne, die an Blasinstrumente erinnern) in die Ecke von Vangelis geraten. Das sehr schöne „In-Kant-Able“ bietet einen pulsierenden Rhythmus mit asiatisch anmutenden Sounds. „Checkmate To B. Russel“ klingt wie eine Reise durch die Tiefen des Ozeans. Dieser eigentümlich aber faszinierende Mix aus Ambient und „Berliner Schule“ führt sich auch in „Descartes, The Lance Argument“ fort. Langsam entwickelt sich der Track, der dann im letzten Drittel etwas dumpf und düster wirkt. Experimentelle Klänge und harmonische Teile finden sich im mit über 24 Minuten Spielzeit längsten Track Nummer 6 (im Cover sollte dies „Nihil-Ibuster“ sein, stimmt aber mit der Zeitangabe nicht überein). Ein Track, der trotz seiner vielen Facetten recht eigentümlich und befremdend wirkt.
Der folgende siebte Track entschädigt für den vorangegangenen Titel allemal, denn hier herrschen wieder die bekannten Sequenzerläufe vor.