Heldon

Heldon

Heldon ist eine französische Elektronikrock Band, die im Jahre 1974 schon gegründet wurde. Der bekannteste Name in der Band ist Richard Pinhas, der auch sehr viele Produktionen unter seinem eigenen Namen veröffentlicht hat. Bevor die Gruppe den Namen Helodn bekam hieß sie Schizo.

Richard Pinhas - Event and Repetitions

Artist: Richard Pinhas
P: 2002

Die Kategorisierung "Elektronische Musik" ist für dieses Album eigentlich nicht ganz korrekt, da alle Töne hier mittels einer normalen E-Gitarre und diversen Effektgeräten erzeugt wurden. Jedoch verleihen diese, meist Soundscapes-artigen Effekte der Musik einen typisch elektronischen Charakter. Entstanden ist "Event and Repetitions" live im Studio. Vieles von dem, was Kollege Ralf in seiner Rezension zum Nachfolger "Tranzition" geschrieben hat, trifft auch auf "Event and Repetitions" zu, wobei hier, wie schon erwähnt, keine weiteren Instrumente eingesetzt werden. Insbesondere eine rhythmische Komponente fehlt völlig, was die Musik hier noch statischer und auch schroffer wirken lässt. Die Stücke bestehen aus stetig an- und abschwellenden Klangschleifen, die mal mehr, mal weniger nach Gitarren klingen. Beim einleitenden "EFRIM" kratzt und sägt es noch ganz ordentlich, in den folgenden Stücken entfernt es immer weiter von erkennbaren Gitarrenklängen. Bei "GSYBE (thanks to)" ist es schon nur noch eine Art elektronisches Flirren, das wie eine Mischung aus Robert Fripps "Soundscapes" und den frühesten Werken von Klaus Schulze klingt, beim abschließenden "RF (for)" meint man gar eine mächtige Orgel zu hören. Wie der Leser vielleicht schon vermutet hat, dürfte mit "RF" wohl Robert Fripp gemeint sein, der sowohl mit seinen Soundscapes als auch mit King Crimson die Musik von Richard Pinhas und dessen ehemaliger Band Heldon stets beeinflusst hat. Anspielungen darauf gibt es öfters bei Pinhas, so gab es auf früheren Alben Titel wie "Dedicated to K.C." oder sogar "In the Wake of King Fripp".

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Richard Pinhas - Rhizosphere

Artist: Richard Pinhas
P: 1977 / 1991

Rhizosphere ist ein rein elektronisches Album. Die ersten vier Stücke wurden von Pinhas solo am Synthesizer eingespielt, meist dunkle, bedrohliche Klangflächen im Stil von Klaus Schulzes frühesten Werken (Irrlicht, Cyborg). Bei dem 18-minütigen Titelstück begleitet Heldon-Kollege Francois Auger am Schlagzeug, d.h. eigentlich liefert Auger ein einziges langes Schlagzeugsolo, zu dem Pinhas rhythmische Synthiemuster beisteuert, eine äußerst effektvolle Kombination.

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Richard Pinhas - Single Collection 1972-1980

Artist: Richard Pinhas
P: 2007

Eine Single-Kompilation von Richard Pinhas? Normalerweise gibt es so etwas nur von Rockern, deren Singles sich zumindest einige Zeit in den vorderen Rängen der Hitparade aufgehalten haben. Dort hat sich sicher keines der hier zu findenden Stücke jemals befunden. Trotzdem ist "Single Collection 1972-1980", von den Japanern von Captain Trip liebevoll zusammengestellt und wie immer sehr hübsch verpackt, eine sehr interessante und gelungene Angelegenheit, zumindest für Pinhas- und Heldonfans und für Liebhaber von kantiger französischer Elektronik. Acht Singles sind hier versammelt, erschienen zwischen 1972 und 1980, entweder unter dem Namen Pinhas' (die Stücke 11-15), oder eingespielt von einer der beiden Bands des Franzosen: Schizo und Heldon. "Moment", wird der aufmerksame Leser denken, "fünfzehn Stücke und acht Singles? Da fehlt doch eine Nummer!" Da das Stück "West Side" aber sowohl als A- und als B-Seite der beiden abschließenden Singles Verwendung fand, erklärt sich dieser kleine Widerspruch.
Am interessantesten, zumindest für all diejenigen, die die Musik von Pinhas und Heldon schon kennen, sind die ersten vier Stücke. Hier ist Schizo zu hören, die erste Band der Pinhas, eigentlich promovierter Philosoph, angehörte. Die Band, bei der auch Patrick Gauthier tätig war, spielte nur die beiden hier vertretenen Singles ein (1972 und 1973). Geboten wird ein sehr sperriger, jazzig-psychedelisch-spaciger Rock, der nur gelegentlich an die Musik von Heldon erinnert und auf den ersten beiden Nummern gar mit erdigem Gesang à la Roger Chapman aufwartet. "Le Voyageur" tauchte später dann in einer etwas elektrifizierteren Version auf dem Heldon-Debüt auf.
Die nächsten vier Stücke stammen dann von Heldon. 1975 veröffentlichte Pinhas eine Single, mit der er seine Sympathien zur RAF zum Ausdruck bringen wollte. Was man nun auch immer von solch zweifelhaften politischen Aussagen halten mag, in musikalischer Hinsicht enthielt "Soutien à la RAF" zwei rein instrumentale Ausschnitte aus den Heldon-Alben "Agneta Nilsson" (der "Bader-Meinhof-Blues" - der Grossteil von "Perspective III") und "Allez Teia" (eine etwas längere Version von "Omar Diop Blondin"). Ein Jahr später erschien dann eine weitere Single mit "Agneta-Nilsson"-Material. Die darauf zu findende Version von "Perspectives 1" unterscheidet sich dabei deutlich von der Albumversion. "Perspectives IV bis" bietet dagegen nur einen Ausschnitt des originalen Albumtitels.
1978 wollte Pinhas offenbar eine Schlagerplatte machen, genauer eine Elektronikschlagerplatte. Dazu spielte er eine Elektronikversion der Tornados-Nummer "Telestar" ein (das Original erreichte im Sommer 1962 sowohl in den USA als auch in Großbritannien den ersten Platz der Singlecharts). Gekoppelt wurde das unter dem Projektnamen "T.H.X." veröffentlichte Stück mit einem Ausschnitt von Pinhas' Soloalbum "Rhizosphère". Ebensolche Ausschnitte sind auch auf der nächsten, 1977 erschienen Single zu finden, die nun erstmals unter Pinhas Namen veröffentlicht wurde.
Zum Abschluss des Albums sind schließlich drei Nummern des Albums "East / West" zu finden. Von diesen ist "West Side", versehen mit Gesang in Englisch, deutlich kommerzieller ausgefallen als die restlichen Stücke hier und begibt sich recht unverhohlen in damals zeitgemäße Elektropogefilde. "Houston 69" bietet noch mal Heldonartigen Elektronikrock mit verzerrtem Sprechgesang, während das abschließende "Beautiful May" mit seinen schlichten Elektronikklängen an Produktionen aus der Weserberglandschule erinnert (siehe z.B. "Sowiesoso").

"Single Collection 1972-1980" ist eine interessante Zusammenstellung, die zudem noch das eine oder andere nur hier zu findende Schmankerl aufweist. Leider ist die Klangqualität einiger der Stücke, die offenbar direkt von einem überlebenden Vinyloriginal überspielt wurde (vor allem die Schizo-Tracks), nicht perfekt. Trotzdem kann man "Single Collection 1972-1980" empfehlen, sowohl als Sammlungsergänzung für den Fan, als auch als Kompilation für denjenigen, der sich einen repräsentativen Überblick über das Schaffen Pinhas' aus den 70er Jahren verschaffen will.

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Richard Pinhas - Tranzition

Artist: Richard Pinhas
P: 2004

Die Stücke von "Tranzition" basieren wie die des Vorgängers "Event and Repetitions" auf langsam auf und ab wallenden Klangflächen, die teils mit elektronischem Instrumentarium, teils mit Soundscapes-ähnlichen Gitarreneffekten erzeugt werden. Durch die Verwendung von Schlagzeug in den ersten vier Stücken wirken die Klangkaskaden hier jedoch nicht so schwer und statisch. Schlagzeuger Antoine Paganotti, ansonsten Sänger der aktuellen Magma-Besetzung, lockert mit seinem variablen Spiel, das sich keineswegs auf bloße Rhythmusarbeit beschränkt, die Sperrigkeit der Musik auf, eine faszinierende Kombination.Das Schlagzeug tritt im Laufe der Zeit immer mehr in den Hintergrund, bis es bei "Metatron" schließlich ganz fehlt. Dafür finden sich in diesem Stück einige elektronische Klänge, die an Pinhas' monolithische Frühwerke wie "Iceland" erinnern.
Insgesamt ein beeindruckendes Werk für Elektronik-Freunde.

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Richard Pinhas - Winter Music (Vinyl LP)

Artist: Heldon
P: 2024
LTD 500

Richard Pinhas ist Gitarrist, Synthesizerspieler und Komponist und seit über fünfzig Jahren ein Pionier der französischen Musikszene. Von seinen Arbeiten in den 70er Jahren mit der legendären Progressive-Electronic-Rock-Band Heldon bis zu seinen neuesten Veröffentlichungen mit experimentellen Künstlern aus aller Welt ist Richard ein wahrer Künstler, der sowohl eine knallharte Gitarre spielen als auch ihre klanglichen Grenzen ausloten kann. „Iceland“ von 1979 war seine dritte Soloveröffentlichung und die erste nach der Auflösung seiner Band Heldon. „Winter Music“, ein ursprünglich für die „Iceland“-Sessions aufgenommener Track, wurde damals aus unbekannten Gründen zurückgestellt. Richard verwendete die originalen Looping-Verfahren der Vergangenheit, die in der Rockwelt durch Fripp & Eno populär wurden, und interpretierte den Song, indem er einen PolyMoog direkt in zwei Revox A700-Tonbandgeräte spielte. Dies ist sein Debüt auf Vinyl. Der Remix von 2023 zeigt den Minimalismus und die Ruhe der frühen 70er-Jahre-Ambient-Musik und bringt neue Farben und Aromen, die im Original nicht zu hören waren. Wie ein großartiges Schwarzweißfoto versetzt es Sie zurück in eine Zeitwolke voller Tiefe und Reflexionen. Ein unverzichtbarer Ambient-Hörgenuss. Die Vinyl-Auflage ist auf 500 Exemplare limitiert und nummeriert und enthält eine Hülle, eine bedruckte Schutzummantelung und einen Obi-Streifen.

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