Artist: Heimann
Tracklist:.
1. Wem die Stunde schlägt 6:48
2. Ad Infinitum 3:34
3. Monolith 3:54
4. Vanitas 7:45
5. Niemand kennt Zeit noch Stunde 4:50
6. Ewigkeit 9:26
7. Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei 32:02
Dass Rudolf Heimann die Tugenden der „Berliner Schule“ beherrscht, hört man deutlich auf seinem aktuellen Album „Die Unendlichkeit des Augenblicks“. Doch stilistisch geht er diesmal weit über den Tellerrand hinaus. Gerne greift Heimann auf orchestrale Klänge sowie Elemente aus Ambient und Progressive Rock zurück, die er nahtlos in seine Kompositionen einwebt. Durch die homogene Mischung von Klangsynthese und „echten“ Instrumenten erreicht dieses Album eine faszinierende Vielfalt: Vom Synthesizerlastigen Titel „Ewigkeit“ über das mit Kirchenorgel intonierte „Ad Infinitum“ bis hin zum cinematisch-orchestral anmutenden „Niemand kennt Zeit noch Stunde“. Sequenzen und Flächen werden von Heimann mit Gitarre und Cello virtuos ergänzt. Das kann durchaus auch mal richtig knackig klingen, wie z.B. beim rockigen „Monolith“. Der bemerkenswerteste Track wartet jedoch am Ende des Albums. In der über 30minütigen Vertonung eines Textes von Jean Paul versetzt Rudolf Heimann mit seinen üppigen Klanglandschaften die Hörer in einen faszinierenden Hörfilm.