ExoLife ist ein Album, das sich durch minimalistische Klänge à la Terry Riley und die klanglichen Möglichkeiten eines Eurorack-Modularsystems auszeichnet. Suchen Sie nicht nach Flächenklängen oder Keyboardmelodien – die gibt es nicht. Die gesamte Musik entstand ausschließlich mit Sequenzern. Genauer gesagt: Sie besteht aus Improvisationen auf analogen Sequenzern, die zunächst unverändert blieben, dann aber mit Klangmanipulationen in Audacity ergänzt wurden, um für jeden Track eine eigene Atmosphäre zu schaffen. Da das Album das Thema Leben auf anderen Welten behandelt, ist jeder Track nach einem Exoplaneten benannt, der möglicherweise fernes Leben beherbergen könnte.
Obwohl das Grundprinzip dasselbe ist, d.h. keine Tastatur, nur mit Echo verzierte Sequenzen, hat ExoLife musikalisch nichts mit dem sehr experimentellen Ars Modularis und dem Vorgänger Cycles, Echoes & Geometry zu tun.
Es ist gewissermaßen eine Fortsetzung der beiden vorherigen Alben, jedoch deutlich sanfter, ruhiger und meditativer. Das heißt aber nicht, dass auf den sechs Titeln des Albums nichts passiert. Im Gegenteil. Man muss jedoch genau hinhören und in die Atmosphäre eintauchen, um die Fülle der subtilen, kontinuierlichen Entwicklungen zu erfassen.
Kann man ExoLife noch mit der Berliner Schule in Verbindung bringen? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Sagen wir einfach, dass ich, obwohl ExoLife sich komplett von Zeit unterscheidet, beim Produzieren von ExoLife viel an dieses Tangerine-Dream-Album gedacht habe. Ich wollte, dass es von diesem sphärischen, geheimnisvollen und zeitlosen Geist durchdrungen ist.