„Doggerland“ führt die Linie meiner vorherigen Soloalben, die bereits von der Arbeit der amerikanischen Minimalisten Steve Reich und Terry Riley inspiriert waren, auf viel abstraktere und abenteuerlichere Weise fort. Das heißt, klarer gesagt, dass wir weder Melodien noch Ebenen finden werden, sondern nur Improvisationen, die auf einem analogen Sequenzer selbst erstellt wurden, der in ein Eurorack-Modulsystem integriert ist, das mit einem leistungsstarken Echogerät ausgestattet ist. Auf dieser Basis werden als Dressing und zusätzlicher Genuss für das Ohr verschiedene mit Audacity erstellte Ergänzungen überlagert. Diese hervorragende kostenlose Software dient daher sowohl als Aufnahmestudio als auch als Klanglabor. Da Doggerland aus drei Stücken besteht, werden demzufolge ebenso viele sequentielle, konkretisierte und transformierte Improvisationen zum Anhören geboten. Ein Zuhören, das friedlich und aufmerksam sein muss, um mit Sanftmut und Flexibilität der Entwicklung und den Mäandern jeder dieser Improvisationen zu folgen.