Auf dem mittlerweile vierten Studioalbum „Chill“ sind neu mit dabei: Dave Massey, der die Rhythmus- und Bassprogrammierung vorgenommen hat, sowie Andy Lobban an der E-Gitarre. Die 76minütige CD ist in insgesamt 15 Tracks unterteilt, allerdings sind die einzelnen Stücke so miteinander verbunden, dass sie wie ein einziger Titel wirken. Am besten kommt die Musik rüber, wenn man sich die CD an einem Stück anhört, daher kann man keinen einzelnen Track herausheben, er würde nur ein Fragment des Gesamtwerkes wiedergeben. Aber das neunminütige „Autumn Fades“ muss man einfach gehört haben. Eine sanfte Fläche zieht sich zu Beginn harmonisch durch die Boxen. Diese chilligen Klänge erzeugen sofort eine Gänsehaut. Eine Art Pianolinie legt sich auf diese Flächen und lässt zum ersten Mal das Grundthema, das uns auf der CD noch mehrmals über den Weg läuft, aufsaugen. Das hat aber nichts von irgendwelchem isoterischen Gedudel, das ist Musik, die irgendwo zwischen Elektronik und NeoProg liegt. Das wird besonders deutlich, wenn die E-Gitarre einsetzt, die an manchen Stellen sehr stark an David Gilmour erinnert. Der Suchtfaktor, den diese elektronische Scheibe verströmt ist sehr hoch. Bei jedem Hören nimmt man zwar vertraute Klänge auf, kann sich aber nicht satt daran hören. Eine absolute Kaufempfehlung für alle, die Elektronik und sanften NeoProg lieben.