Die wer weiß wievielte Veröffentlichung von Workaholic Steve Baltes steht mit "Rhythm of Life" ins Haus. Der Mixmaster und Produzent (Cyclone Tracy, N-Tribe, Holo Syndrome, Dr.B), der schon ab und zu bei der einen oder anderen Band gesichtet wurde ( Ash Ra Tempel, Sunya Beat, Das Zeichen), holt auf seinem jüngsten Produkt zu einem Rundumschlag durch alle Sparten zur Zeit angesagter beatbetonter Stile aus und geht somit erst einmal auf Nummer sicher. Auch hier kann Steve Baltes von seinen Exkursionen in Richtung Rock und Pop zehren, ist "Rhythm Of Life" doch mehr Crossover als purer Dance. So wagt er sich mit dem Opener und Titelstück zum ersten Mal auch in Richtung Drum'n Bass, "Ba Be Ku" ist eine durch Metal-Drums aufgewertete Trance-Nummer, "Cologne Summer" liebäugelt durch den Gastgitarristen Axel Manrico Heilhecker ( Wolf Maahn, Sunya Beat, Harald Schmidt Band) doch eher mit rockigeren Klängen und bei den triballastigen "Undis-covered Land" kommt es wiederholt zu einer Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Harald Grosskopf, mit dem zusammen er auch als N-Tribe und Holo Syndrome veröffentlicht sowie bei Sunya Beat und eben Ash Ra Tempel die Bühne teilt. Weitere interessante Gäste auf diesem Album sind unumstritten Nikolai Kaesmann ("Structure"), Hiro Kawahara ( der auf "Behind The Moon" eine an Manuel Göttsching erinnernde Space Gitarre spielt ) sowie Bernd Kistenmacher, von welchem mit "Cassandras Second Dance" ein Remix eines seiner Stücke hier vorliegt und auf dem Steve Baltes in Regionen der alten Elektronikschule vorstößt.
Von dem Sprichwort 'viele Köche verderben den Brei' ist hier nichts zu merken. Eher fügt sich jeder Musiker homogen in das von Steve Baltes geschaffene Soundgefüge, ohne es störend zu beeinflussen oder zu überlasten. Somit ist "Rhythm Of Life" ein stilistisch recht unterschiedliches und zukunftsorientiertes Album geworden.