Hier die neue remasterte Version von Manuel Goettsching. Sie klingt wie eine freakige Floyd-Version, die man mal eben mit Tangerine Dream und der Ambientmusik Brian Enos gekreuzt hätte. Und damit das alles auch in Zukunft noch modern bleibt, nehmen sie noch etwas "New Wave" dazu, auch wenn der erst später erfunden wird.
Beim ersten Track merkt man noch, das die Band aus einer Bluesgruppe hervorging: die Gitarre klingt, als ob Gilmour mal eben bei den damaligen Fleetwood Mac eingestiegen wäre, während John L. - mystisch angehaucht - sich die Seele mit "we are all one" aus dem Leib singt. Dabei wird das Tempo nur langsam angezogen, und dann gibt es ein freakiges Gitarrensolo, während der Bassist wie im ganzen Song stoisch sein Thema weiterspielt, als ob ihn das Ganze nichts anginge. Und am Ende wird es wieder so ruhig wie am Anfang. Soweit das Licht.
Die dunkle Seite beginnt erstmal mit einigen Minuten Soundeffekten, wie sie auch die frühen Floyd verwendeten. Dann setzt langsam so was wie eine Bongo ein, und alles wird leicht orientalisch - auch hier wieder singt, schreit, kreischt ein aufgedrehter John L. wie 15 Jahre später Johnny Lydon bei PIL. Ist das nun Krautrock oder schon Punk/New Wave? Immerhin gebt es neben dem montonen Bongos und Schlagzeug heftige Gitarren- und Saxophoneinlagen, eine musikalische Orgie, abgedreht und schrill.
Auf dem zweiten Stück passiert fast 14 Minuten kaum etwas, Soundeffekte und Klanggespinste wie die frühen Tangerine Dream oder manche ENO-Sachen, und erst dann entsteht so etwas wie ein Song, Floyd a la "Meddle" klingt aus den Boxen, es gibt lyrische "AHHHS" und Göttsching wird bis zum Ende immer lauter, obwohl er eigentlich immer nur eine Phrase spielt.
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