Artist: Craig Padilla
P: 1996
Fans von melodischer EM sollten in diesem sehr guten Angebot des amerikanischen Musikers Craig Padilla viel zu schätzen wissen. Beginnend mit dem täuschend leichten und luftigen „Angel“ tanzen einfache, helle Piano-Leads um leichte Percussion und eine sprudelnde, hüpfende Basslinie. Obwohl es wie Tangerine Dream aus den späten Achtzigern klingt, hat die widerhallende Atmosphäre auch starke Anklänge an Patrick O'Hearn. Falls Sie das nicht zu leicht finden, dann schauen Sie sich die erstaunliche Ron Boots-Imitation auf „Vast Emotions“ an, ein 16-minütiges Toben durch helle Sequenzen, hämmernde Beats und eine gesunde Dosis Elektronik, die dazu gehört. Schicht um Schicht wird hinzugefügt, und ich würde schwören, dass ich mir ein Outtake von Boots „Detachment Of Worldly Affairs“ oder „Different Stories and Twisted Tales“-CD anhöre. Die Ähnlichkeit ist wirklich bemerkenswert. Nach dieser hohen Energiedosis gibt "The Gift" eine Pause, um sich zu erholen, klingt ein bisschen nach New Age, ist aber sehr schön arrangiert. Padilla hat sehr gute, straffe Kompositionen, im Gegensatz zu langen Improvisationen, zumindest auf dieser CD. „One“ beginnt mit Vögeln und fügt dann lange, fließende, majestätische Synthesizer hinzu. Sie steigern sich zu einem Crescendo und verflachen dann. Das Stück hat ein sehr symphonisches Gefühl, mit einem Gefühl von Erhabenheit. In der Mitte ändert sich das Thema und es wagt sich mit einer weiteren Boots-ähnlichen pulsierenden Basslinie zurück in elektronischeres Gebiet. Dann kehrt das majestätische Thema zurück und vermischt die symphonischen und elektronischen Elemente sehr gut, um das Stück zu beenden. Eine langsame, sehr hübsche Sequenz beginnt mit "Night Rain", wobei die Akustikgitarre effektiv in den Mix einfließt. Die Hinzufügung der kraftvollen E-Gitarre von Al Mires verleiht diesem Track mehr Pop/Rock-Feeling, aber er passt immer noch gut zum Rest der CD. Die CD endet mit dem 28 ½-minütigen Titeltrack. Ein wunderschön konstruiertes Stück, das eine Vielzahl von Themen und Stimmungen erforscht, mit exzellenten Sequenzen und Sounds. Es entwickelt sich zunächst langsam, nimmt dann mit seiner sehr starken Sequenzierung an Geschwindigkeit zu, die an Intensität aufbaut, wenn Schichten hinzugefügt werden. Die Energie erreicht ihren Höhepunkt und scheint dann genau zum richtigen Zeitpunkt abzufallen, was in einem wunderbaren Pool spaciger elektronischer Klänge endet. Trotz der erwähnten offensichtlichen Einflüsse hat Padilla seinen eigenen Sound geformt und dem gekonnten Sequencing und der Elektronik viel Wärme hinzugefügt.
2000. Phil Derby
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