Artist: Cluster & Eno
P: 1977 / 2005
Aus der spontanen Zusammenarbeit des britischen Popavantgardisten Brian Eno mit Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius resultierten 1977 zwei Alben mit weitgehend improvisierter elektroakustischer Musik, die das Ambientgenre enorm voranbrachten: "Cluster & Eno" und "After the Heat". Vor allem "Cluster & Eno" verzaubert bis heute mit kitschlosen Klangskizzen und -statements, die Namen tragen wie "Steinsame" oder "Die Bunge" und damit schon viel sagen über ihre Aura. Am wunderbarsten: "Für Luise". Hier tropfen die (natürlich damals noch analogen) Gitarren- und Elektronikklänge majestätisch zäh in einen See aus Honig und verebben an versonnenen Ufern, die bis dahin noch keiner je ausgekundschaft hatte - nur ansatzweise Eno selbst mit seinem 1975er Meisterwerk "Another Green World". Doch erst die beiden mit Cluster eingespielten Alben ermöglichten Eno spätere Ambientglanzstücke wie "Music for Airports" (1978). "Cluster & Eno" ist ein Klassiker.
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