Artist: Robert Rich & B. Lustmord
P: 1994
"Stalker" ist das Resultat einer Kollaboration. Zum einen hätten wir da Robert Rich, einer der ganz großen Namen des Experimental-Electro. Zum anderen, den Mann hinter Lustmord, Brian Williams. Dieser war in den 80igern ja eigentlich eher für dissonanten Industrial-Lärm zu haben, insbesondere in seinen unzähligen Projekten. Auf "Stalker" nun, hat er seine groben Ambitionen, des atmosphärischen minimal-Konzepts wegen zurückgeschraubt und seine andere große Liebe, dem Ambient, Vorzug gewährt. Der Synthie ist natürlich obligatorisch und dominierend. Ausschließlich sehr düsterer Gangart, steht es Aug in Aug mit einer Vielzahl von Klängen und Eindrücken. Dem sind keine Grenzen gesteckt ... Vom rauschen des Wassers und anderen Natursituationen, die oft ein wenig entfremdet wirken, gibt es technoide und industrielle Klänge, blubbern, zischen, grollen etc ... auch einige Sprachsamples, gequälte Laute, die von "etwas" stammen, deren Orte und Situationen man ganz sicher nicht näher kennen lernen möchte. Lauscht man genau, findet man sich überall und nirgendwo. Hier klingt es nach einer kleinen Grotte, irgendwo ganz tief unten, wo bisher noch nie ein Mensch sein Unwesen trieb. Es grummelt, es rumort ... Dann wieder gar zärtliche Klänge. Geräusche, die von den Wänden reflektieren, die man nicht richtig zuordnen kann, die alles möglich bedeuten können. Was genau, das bleibt unserer Fantasie überlassen. Dort klingt es nach einem, schier unendlich großem Urwald. Wer weiß, was sich in jenem verstecken mag. Soll man da wirklich reingehen ... ganz allein? Entspannung oder Terror-Kino ... du entscheidest!
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