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Michael Brückner - The Great Illusion (2CD)

CD-R:
2 CD-Recordable
15,90 EUR
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Artist: Michael Brückner
Tracklist:

 
    CD 1:    
 
1.
Small Steps Towards The Light (Alrah'ir) 22:53
 
2.
Les Oiseaux De Valheyda 03:00
 
3.
The Goddess Of The Amber Trees 09:28
 
4.
Tala Magna 02:20
 
5.
Valkoire 06:29
 
6.
This Fading Memory - Part 1 02:05
 
7.
Salam'ander 04:47
 
8.
Return Inside (Endless Mind Portal - Outtake A) 14:20
 
9.
Island 02:56
 
10.
Flüchtig 08:17
    CD 2:
 
1.
Rübezaal  (Bonus CD) 77:00

„The Giant Illusion“ hat Michael Brückner seine Zusammenstellung aus dem Jahre 2016 genannt. Darauf zusammengestellt und zu einem mehrteiligen, CD-füllenden Track zusammengefügt sind die Stücke aus der Zeit von 2004 bis 2015, die größtenteils auf den zahlreichen Alben des Musikers erhältlich waren. Folgendes dürfte den Sammlern und Brückner-Fans immer noch unbekannt sein: das 22 Minuten dauernde „Small Steps towards the Light“ war bisher nur im Internet zu hören und die bisher nirgendwo erhältlichen 14 Minuten von „Return Inside“ bestehen sozusagen aus Entwürfen zu einem Album namens „Endless Mind Portal“. Die sog. Bonus CD bietet zudem „Rübezaal“ genannte 77 Minuten, die bisher nirgends zu hören waren.

Die elektronische Musik würde ich ganz grob in experimentelle und entspannende unterteilen. Die Stücke auf „The Giant Illusion“ – so unterschiedlich sie in dem Rahmen der schöngeistigen Elektronik sein mögen – sind nach meinem Eindruck der gefällig-melodischen Art zuzuordnen. Bestens dazu geeignet, um bei Freunden des Genres eine gute Stimmung zu untermauern, bzw. diese zu erzeugen, falls noch nicht vorhanden. Brückner verbindet in „Small Steps Towards the light“ die melodisch-kompakten und rhythmusbetonten Einfälle mit einer leicht melancholisch-atmosphärischen Note. Kling fast, als würde Klaus Schulze bei Tangerine Dream der 80er gastieren. Die darauffolgenden Stücke der ersten CD verschmelzen zu einem hübsch verträumten Ambient-Longtrack. In „Tala Magna“ und „Salam‘ ander“ werden die Ambient-Stimmungen um Elemente der Weltmusik erweitert. Erst mit den traurigen Klavierthemen von „Flüchtig“ scheint man wieder in der Wirklichkeit angekommen zu sein.

Dem CD-langen Bonus Track auf der Bonus CD seien hier einige wenige Bonus-Sätze gewidmet. In „Rübezaal“ wird bis zu der 39-en Minute geschmackvoll in der leicht modernisierten Tradition der sog. Berliner Schule musiziert, wie man es beispielsweise von dem Berliner Manikin Label kennt. Manche bekommen nie genug davon, anderen erscheint das möglicherweise ein wenig vorhersehbar. Anschließend übernehmen flotte Rhythmen die führende Rolle, die ohne eine Inspiration durch Kraftwerk eventuell etwas anders klingen würden. (Als Fortsetzung von „Tour de France“ kommen nun Rübezaals Reisen). Die darauffolgenden Passagen des Longtracks zeigen Brückner auf eigenständig-modernen Elektronik-Pfaden wandernd, ohne dass man ihm wieder bekannte Vorbilder unterstellen müsste. Na gut, eine gewisse Nähe zu der unverwüstlichen „Berliner Schule“ darf stellenweise auch hier unterstellt werden. (Am Ende gefällt mir die Bonus CD besser als die Haupt-CD).

Zu „The Giant Illusion“ darf der geneigte Elektronik-Freund in den harmonischen Stimmungen schwelgen, am besten zu einem gemäßigt alkoholischen Getränk seiner Wahl.

Siggy Zielinski
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