Ihr Warenkorb
keine Produkte
« Erster « zurück weiter » Letzter » 166 Artikel in dieser Kategorie

Klaus Schulze - Big in Europe Vol. 2

Art.Nr.:
MIG 0106
CD:
Doppel CD
DVD:
Doppel DVD
21,90 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand

In den Warenkorb
Versandgewicht: 0,28 kg je Stück
Artist: Klaus Schulze + Lisa Gerrard
Tracklist:

DVD 1 The Bootleg Concert
  1. Jan Pieterszoon Sweelinck 08:47
  2. Mad Ret Sma 06:39
  3. Prinsengracht 263 18:11
  4. The Polish Rider 12:44
  5. Orcus Humanum Est 19:05
  6. Leiden 19:40
  7. Hieronymus 13:07
  8. Le Moulin Déja vu 13:36
DVD 2 A Moogumentary II

Video Format: NTSC

Picture Format: 16:9

Audio: PCM Stereo/DD 2.0

Running Time: DVD1: 118 Min

DVD2: 70 Min.

Region: 0 (code free)

FSK: 0




CD 1
  1. Jan Pieterszoon Sweelinck 08:47
  2. Mad Ret Sma 06:39
  3. Prindengracht 263 18:11
  4. The Polish Rider 12:44
CD 2
  1. Orcus Humanum Est 19:05
  2. Leiden 19:40
  3. Hieronymus 13:07
  4. Le Moulin Deja Vu 13:36

Es gibt für einen musikbegeisterten Journalisten eigentlich nichts Spannenderes, als eine Klaus Schulze-Tournee in voller Länge vor und hinter der Bühne mitzuerleben.
Ganz abgesehen von der entspannten, familiären Atmosphäre im gesamten Team und dem Einblick in die hochprofessionelle Arbeit, ist es vor allen Dingen künstlerisch ein Abenteuer.
Während andere Musiker ihr festgezurrtes Repertoire meist nur in Nuancen variieren, ist jeder Auftritt von Klaus Schulze nur schwer berechenbar und vorhersehbar.
Sein ehemaliger Bandkollege Edgar Froese (Tangerine Dream) gebrauchte einst ein sehr schönes Bild, als er die Arbeitsweise der freien Improvisation mit elektronischen Instrumenten auf der Bühne beschrieb: Dies sei wie ein Fallschirmsprung, wo man sich nicht immer sicher sein könne, ob sich der Schirm auch öffnet.
Dies galt vor allem für die Zeit der unberechenbaren, analogen Synthesizer – doch Klaus Schulze hat diese Arbeitsmethode über die Jahre unverändert beibehalten.
Er ist somit einer der wenigen Musiker, der diese Kunst der Improvisation vom analogen ins digitale Zeitalter gerettet hat. Zwar ist der Fallschirm heute durch einige technische Sicherheitsleinen etwas stärker abgesichert, dennoch entscheidet der Moment, die Atmosphäre, das Ambiente – und nicht zuletzt das Publikum, in welche Richtung es geht und wie tief und nachhaltig ein Konzert gerät.
Dabei gilt nach wie vor Schulzes Grundsatz: „Wichtig ist, dass ich keine Idee habe, wenn ich auf die Bühne gehe“. Was zunächst wie ein Paradox anmutet oder gar nach Beliebigkeit riecht, ist das absolute Gegenteil: Es ist die Einbezugnahme aller Faktoren dieses einen, entscheidenden Moments, zugleich auch ein völliges Loslassen und Ankommen zugleich.
Es war während der Tournee ungemein spannend zu erleben, wie sich die Stimmung des Tages, der jeweiligen Stadt, der Halle und des Publikums das Spiel und das Zusammenspiel zwischen Klaus Schulze und Lisa Gerrard direkt auf die Musik, die wiederum aufs Publikum und zurück auf die Bühne übertrug. So gesehen war jedes Konzert eine Premiere, ein einzigartiges Event, unwiederholbar, musikalisch, emotional und atmosphärisch.
Während der Tournee wurde innerhalb der Crew oft diskutiert, welches Konzert nun das Beste gewesen sei. So unterschiedlich wie die Menschen und ihre Empfindungen waren auch die Einschätzungen. Für nicht wenige gilt allerdings das hier nun endlich vorliegende Amsterdamer Konzert als der definitive Höhepunkt. Es mag auch daran liegen, dass es nach Warschau und Berlin das bereits dritte Konzert der Tournee war und sich alle Beteiligten nun vollkommen aufeinander eingespielt hatten. Doch dies erklärt nicht die Magie und die atemberaubende Dramaturgie des gesamten Auftritts. Das nonverbale, emotional tiefe Zusammenspiel von Klaus Schulze und Lisa Gerrard war selten so homogen und eine wirkliche Einheit wie hier, sehr beeindruckend nachzuvollziehen in dem sich stetig steigernden „Leiden.“
Um im Bild vom oben erwähnten Fallschirm zu bleiben: Dies war ein Gleit- und Höhenflug durch nie gesehene Landschaften. Als ich nur wenige Tage nach diesem Konzert die Rohaufnahmen hörte, schien es so perfekt wie unwirklich, dass ich mich fragte, ob es wirklich so statt gefunden hat. Es hat.

Ecki Stieg, 2014

Internetshop by Gambio.de © 2017