Artist: Ramp
P: 2009
"Debris" verbindet zwei der wichtigsten Einflüsse von Ramp zu einer Einheit wie noch kein anderes Ramp-Album zuvor, nämlich ambiente Soundscapes mit industriell- minimaler Klangästhetik. Die Tatsache , daß "Debris" völlig im Studio und nicht - wie beinahe alle anderen Alben - live auf der Bühne entstanden ist, gestattete ein Maß an Komplexität, das bis dato nicht möglich war.
Mit “debris” kehrt Stephen Parsick zu den Wurzeln von ['ramp] zurück, welche in der Berliner Schule liegen und durch industrielle Momente Verfeinerung finden, wodurch ein höchst eigenständiger Sound entsteht, der durch feine Rhythmen, tiefe Atmosphären & eine undurchdringliche Dichte besticht. Neben Synthesizern, tauchen innerhalb der 12 Tondokumente das Lieblingsinstrument von Stephen Parsick, das Mellotron & Feldaufnahmen von Stahlwerken, Industrieanlagen und Eisenbahnbrücken auf, die für ein einzigartiges Hörerlebnis sorgen, das in keinem Moment Richtung Dark Ambient tendiert. Besonders mag auch der hohe Abwechslungsreichtum (Obwohl alles irgendwie Minimalistisch erscheint!) auf “debris” gefallen, der die überlange Spielzeit des Releases im Flug vergehen lässt, welche der Konsumentenschaft viel Aufmerksamkeit abverlangt, um die vorhandene Komplexität zu erfassen!
Stephen Parsick liefert mit dem ersten ['ramp] Album nach der Trennung ein Meisterwerk ab, welches zwar an die Vorbilder (Edgar Froese, Klaus Schulze) erinnert, aber über genug Eigenständigkeit verfügt, um nicht als Kopie oder Abklatsch unter die Räder zu kommen. Individuen, die Tangerine Dream, Klaus Schulze, Kraftwerk & Jean Michel Jarre zu ihren absoluten Favoriten zählen, sollten sich “debris” von ['ramp] keinesfalls entgehen lassen.